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Motorradhelm Test – Mit Bestenliste & Testsieger 2018

Die Liste der Markenhersteller von Motorradhelmen ist lang. Nolan, Schuberth, Shoei, Cadberg, Nexo, Uvex, Takai, HJC, Shark, Lazer und Suomy sind nur eine kleine Auswahl der namhaften Hersteller, die Motorradhelme auf den Markt bringen und verkaufen. Und bekanntlich wird es mit zunehmender Auswahl auch immer schwieriger, sich für einen passenden Motorradhelm, der auch sicher ist zu entscheiden.

Im Vorfeld ist es daher sehr sinnvoll sich über die verschiedenen Arten von Motorradhelmen, gerne hier auf dem Motorradhelm Test Portal, zu erkundigen. Zudem muss der Grundaufbau eines Motorradhelmes klar sein, um beim Helm-Visier und dem Helm-Kinnschutz gut informiert seine Entscheidung treffen zu können. Als kleiner Leitfaden rund um das Thema Motorradhelm soll nun dieser Ratgeber bzw. die Kaufempfehlung der Kunden dienen.

Wir sehen uns verschiedene Motorradhelm Bewertungen und Rezensionen von Käufern an und fassen die Ergebnisse auf dieser Seite zusammen. Wir testen die Helme nicht selbst sondern geben nur die Erfahrungen der Käufer, zusammengefasst, in unseren Berichten hier auf Motorradhelm-Tests.de wieder.

Welche Arten von Motorradhelmen gibt es?

Sag mir welchen Helm du trägst – und ich sage dir wie du fährst. So in etwa scheint es in der Welt der Motorradhelme zuzugehen. Denn oft entscheidet der Look und der Stil über das Helmmodell, welches gekauft wird. Folgend stellen wir Ihnen die verschiedenen Motorradhelm-Arten vor.

  • Integralhelm – Die sicherste Variante der Motorradhelme ist der Integralhelm. Dieses Modell lässt sich Sommer wie im Winter gut tragen und bietet Statistiken zufolge den besten Schutz bei Unfällen. Der Integralhelm ist auf den ersten Blick leicht zu erkennen, denn er ist die geschlossene Variante inklusive einem festen Kinnunterteil und einem Visier.
  • Klapphelm – Ähnlich ist der sogenannte Systemhelm (Klapphelm), der ein Neuling im Markt ist. Kinnschutz und Visier sind quasi aus einem Guss und lassen sich nach oben klappen, sehr praktisch. Tipp: Der Systemhelm (Klapphelm) ist gerade bei Brillenträger sehr beliebt da er ausreichend Platz im Visier bietet.
  • Motocross Helm – Auch diese Formen des Integralhelms, die Motocross-Helme, besitzen eine hochklappbare Kinnpartie. Ihnen fehlt jedoch, was sehr schade ist, ein festes Visier. Der Abstand zum Kinn ist in der Regel größer als beim klassischen Integralhelm, was das Gefühl verleiht dieser sitze „lockerer“.
  • Jethelm – Jethelme oder auch Cityhelme verraten schon in ihrem Namen die eigentliche Nutzung: Für das Fahren in der Stadt sind sie besonders geeignet – wenn überhaupt, denn Jethelme bieten von allen Modellen den aller geringsten Schutz. Sie haben keinen festen Kinnbügel und haben meist nur ein leichtes Visier, das nach unten hinten geöffnet ist. Ergo: Der Schutz bei einem etwaigen Unfall ist sehr gering, bei Regen und Kälte ist die Gesichtsdusche gratis und auch die Motorradbrille sollte nie vergessen werden.

Der Aufbau eines Motorradhelms – das ‚darunter‘ ist entscheidend

Jetzt mal Hand aufs Herz, sicherlich fällt der Blick bei der Suche nach einem passenden Motorradhelm nicht zunächst auf die Prüfsiegel und die Zertifikate, sondern vielmehr auf die Optik des Motorradhelms. Dabei gibt es sowohl die schlichten, einfarbigen Klassiker als auch die aufwendig lackierten Motorradhelme. Bei wahren Motorradfans findet man sogar den ein oder anderen individuell gestalteten Motorradhelm im Schrank und auch im Motorrad Rennsport haben individuelle Lackierungen längst Einzug gehalten, diese kommen nun auch immer mehr im öffentlichen Straßenverkehr vor.

Doch nun soll nicht die Farbe und das Design im Vordergrund stehen, sondern quasi das Innenleben eines jeden Motorradhelmes. Die einzelnen Bestandteile können je nach Art des Helmes unterschiedlich variieren, daher sind nicht alle aufgeführten Bestandteile zwingend auch ein Bestandteil der jeweiligen Motorradhelm Variante:

1) Die Außenschale

Die Außenschale ist der wichtigste Schutzschild bei einem Aufprall, denn die Außenschale schützt bei einem Sturz den Kopf vor Stich- und/oder Stoßverletzungen. Zudem werden an der Außenschale die auf den Motorradhelm wirkenden Kräfte gut umverteilt dank der Form. Dieses wichtige Schutzschild kann aus thermoplastischen oder auch duroplastischen Kunststoffen hergestellt sein.

Die Duroplastischen Kunststoffe werden in sogenannten Glasfieberhelmschalen verwendet – der Vorteil: Sie sind sehr witterungsbeständig und können bei guter Pflege auch sehr alt werden. Der Nachteil: Sie sind vergleichsweise schwer.

Die Thermoplastischen Kunststoffe (Polyacronat, Polyamid, Acryl-Butadien-Styrol) hingegen sind günstiger und leichter als die erste Variante, allerdings reagieren Motorradhelme aus diesem Kunststoff sensibler auf Reinigungsmittel und bleichen schneller aus. Tipp: Hier muss Seifenwasser für die Reinigung ausreichen und nach maximal sechs Jahren muss bereits ein neuer Helm angeschafft werden.

2) Die Innenschale

Die Innenschale sitzt noch näher am Kopf als die Außenschale und besteht aus stark verdichteten Styropor. Sie ist in Maßen formbar, denn nur ein sehr gut sitzender Helm ist auch ein gut schützender Motorradhelm.

3) Die Polsterungen

Die Innenpolster und Nackenpolster sind in erster Linie sicherheitsrelevante Bestandteile eines jeden Motorradhelmes, auch wenn es im ersten Moment klingt, als käme es hier nur auf den Komfort an, so ist es nicht. Natürlich sollte ein Motorradhelm auch komfortabel sein und gut passen, dafür sorgen die Innenpolster. Nackenpolster hingegen haben den nützlichen Zweck, der Halswirbelsäule Schutz zu bieten.

4) Die Entlüftungsschlitze

Auch beim Motorradfahren gilt: Immer einen kühlen Kopf bewahren, daher sind Entlüftungsschlitze enorm wichtig, damit die vom Kopf abgegebene Hitze sich nicht staut und abgegeben werden kann. Und damit das Visier nicht beschlägt – damit die Sicht nicht beeinträchtigt wird.

5) Das Visier

Eines vorab: Nicht jeder Helm hat auch ein fest integriertes Visier! Ist das nicht vorhanden, so tut jeder Motorradfahrer gut daran, seine Augen mit einer entsprechenden Brille vor dem Luftzug, aber auch vor Insekten und Co. zu schützen – diese Empfehlen wir auf jeden Fall. Visiere werden in der Regel aus Polycarbonat gefertigt, es ist widerstandsfähig und leicht zu reinigen.

Noch dazu splittert dieses Material nicht, ist UV-unempfindlich und bietet damit einen adäquaten Schutz, insbesondere für die Augen des Fahrers. Wer sich für einen Motorradhelm mit Visier entscheidet, steht wieder einmal mehr vor der Qual der Wahl, welches Visier nun das „beste“ ist.

  • Kratzfeste Visiere haben im Langzeittest um einiges besser abgeschnitten als die nicht kratzfeste Varianten. Den wissenschaftlichen Beleg erbrachten hier die gemessenen Streuwerte, diese lassen sich im Internet finden.
  • Eine integrierte Antibeschlag-Beschichtung ist den gleichnamigen Folien, wenn möglich, vorzuziehen. Tipp: Wer plant, auch im Winter mit dem Motorrad zu fahren, kann ein beheizbares Visier testen, denn viele kommen mit dem höheren Gewicht nicht zurecht.
  • Obgleich auch die Möglichkeiten farbiger Visiere unendlich zu sein scheinen, so sind diese nicht empfehlenswert, da die dunklen Varianten oft zu wenig und die hellen viel zu viel Licht hindurch lassen. Zudem ist auch keine rasche Anpassung an sich ändernde Lichtverhältnisse möglich, daher nicht zu empfehlen.
  • Verspiegelte Visiere sind schlicht mega unpraktisch, denn sobald es dämmert, dürfen sie nicht mehr genutzt werden und auch bei einer Fahrt durch den Autobahntunnel können diese aufgrund der eingeschränkten sicht bereits gefährlich werden.

6) Der Kinnriemen mit dem Schließsystem

Der Kinnriemen muss gut passen und darf nicht verrutschen! Das Schließsystem (Drucktaste, Ring-Verschluss, im Kinnunterteil integriert o.ä.) muss so gestaltet sein, dass es auch mit angezogenen Motorradhandschuhen gut zu öffnen ist.


Wie teuer ist ein sicherer und hochwertiger Motorradhelm?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, es kommt vor allem darauf an um welche Art von Motorradhelm es sich handelt. Jedoch lässt sich pauschal sagen, dass ein guter Motorradhelm nicht gerade günstig ist und man mindestens 140-200€ für einen sicheren und hochwertigen Motorradhelm ausgeben sollte. Denn eines sollte man sich immer bewusst sein, ein Motorradhelm muss bei Stürzen auf den Kopf schützen und den Fahrer vor schweren Verletzungen bewahren. Daher ist beim Kauf nicht immer der Preis entscheidend sondern die Sicherheit! Ein billiger Helm für 60€ kann diese Vorraussetzungen in den meisten Fällen gar nicht oder nur teilweise erfüllen.